Andermatt Concert Hall

Ein Konzertsaal von Weltrang auf 1 400m: Das Konzerthaus Andermatt ist das Herzstück der Revitalisierung von Andermatt zu einem der größten Resorts der Schweiz. Jede Facette des von Origami inspirierten Holzverkleidung wurde akustisch optimiert, um alle 650 Plätzen mit frühen Reflexionen zu versorgen; ein elektronisches Nachhall-System verlängert unauffällig den Nachhall, um die Akustik an verschiedene Musikstile, Ensembles und Publikumsgrößen anzupassen.

Technische Details

Neubauten Andermatt Concert Hall   www.andermatt-swissalps.ch

Ort Andermatt, Schweiz.

Baukosten 11 Millionen CHF (10 Millionen €).

Zeitrahmen Planungsphase: 2017-18. Bauphase: 2017-19. Eröffnung: Juni 2019.

Bauherr Andermatt Swiss Alps & BESIX, Schweiz.

Architekt(en) Studio Seilern Architects, Großbritannien   www.studioseilern.com

Theaterplaner dUCKS Scéno, Frankreich    www.ducks.fr

Zahl der Sitzplätze Konzertsaal mit je nach Bühnengröße 500-650 Sitzplätzen. Brutto-Fläche: 2 072 m².

Nutzung Hauptnutzungen des Konzertsaals sind klassische Konzerte und Musik-Festivals. Dank der flexiblen Bühne, bietet der Saal Platz für Solo-Rezitals, Kammermusik-Ensembles wie auch Orchester (mit bis zu 75 Musikern, Eröffnungskonzert mit den Berliner Philharmonikern) an. Der Saal wird auch für Konferenzen, Bankette und verstärkte Konzerte genutzt.

Leistungsumfang Vollständiger akustischer Beratungsservice, inklusive Raumakustik, geometrische Optimierung der Oberflächen im Konzertsaal, Einstellung der Akustik und des Nachhallsystems für die Eröffnung wie auch Bauakustik.

Beteiligte Berater Evan Green, Eckhard Kahle, Kahle Acoustics.

01/11Andermatt Concert HallDie Deckensegel sind auch von außen als skulpturale Elemente wahrnehmbar. Foto © Roland Halbe
02/11Andermatt Concert HallSicht vom Balkon: Der Saal ist mit Tageslich durchflutet, vom Parkett aus kann man den Blick zur Fensterfront heben und schaut gleich auf die Berge und in den Himmel. Jede Facette der Origami-inspirierten Holzverkleidung wurde im Winkel akustisch optimiert, um frühe Schallreflexionen zu den Musikern und zum Publikum zu lenken. Foto © Roland Halbe
03/11Andermatt Concert HallEröffnungskonzert mit den Berliner Philharmonikern. Die goldene Oberflächen der Bühne sind schalltransparent: dahinter befinden sich Reflektoren und Absorptionsflächen, welche zur Anpassung der Orchester-Balance und Projektion zum Publikum zu einstellt werden. Die Fazetten der Balkonfronten wurden für sog. “Cross-Communication” Reflektionen zwischen den Musikern angewinkelt. Foto © Rittershaus Berliner Philharmoniker
04/11Andermatt Concert HallDas Nachhallsystem verfügt über 30 Mikrofone und 70 Lautsprecher, diese wurde fast unsichtbar in die Architektur integriert. Das Nachhallsystem arbeitet zusammen mit der optimierten natürlichen Akustik, um die Nachhallzeit dezent und unauffällig für klassische Konzerte zu verlängern. Foto © Roland Halbe
05/11Andermatt Concert HallDas Nachhallsystem verfügt über 30 Mikrofone und 70 Lautsprecher, diese wurde fast unsichtbar in die Architektur integriert. Das Nachhallsystem arbeitet zusammen mit der optimierten natürlichen Akustik, um die Nachhallzeit dezent und unauffällig für klassische Konzerte zu verlängern. Foto © Kahle Acoustics
06/11Andermatt Concert HallSicht zum Balkon: die Origami-Flächen erzeugen Reflexionen zurück zu den Musikern für eine starke Raumantwort sowie seitliche Reflexionen für einen umhüllenden Klang im Publikum. Foto © Roland Halbe
07/11Andermatt Concert HallSicht zum Balkon: die Origami-Flächen erzeugen Reflexionen zurück zu den Musikern für eine starke Raumantwort sowie seitliche Reflexionen für einen umhüllenden Klang im Publikum. Foto © Kahle Acoustics
08/11Andermatt Concert HallSicht zum Balkon: die Origami-Flächen erzeugen Reflexionen zurück zu den Musikern für eine starke Raumantwort sowie seitliche Reflexionen für einen umhüllenden Klang im Publikum. Foto © Kahle Acoustics
09/11Andermatt Concert HallAus dem unterirdischen Kongresssaal wurde nach dem Anheben des Dachs einen Konzertsaal: das akustische Volumen wurde beinahe verdoppelt und eine visuelle Verbindung zu den Bergen erzeugt. Im Bühnenbereich bedingt eine Feuerwehrstraße die niedrigere Deckenhöhe — Reflektoren und Absorptionspaneele in der Decke der Bühne verbessern die Bühnenakustik und sorgen für eine gute akustische Verbindung zwischen Bühne und Saal. Foto © Roland Halbe
10/11Andermatt Concert HallAus dem unterirdischen Kongresssaal wurde nach dem Anheben des Dachs einen Konzertsaal: das akustische Volumen wurde beinahe verdoppelt und eine visuelle Verbindung zu den Bergen erzeugt. Im Bühnenbereich bedingt eine Feuerwehrstraße die niedrigere Deckenhöhe — Reflektoren und Absorptionspaneele in der Decke der Bühne verbessern die Bühnenakustik und sorgen für eine gute akustische Verbindung zwischen Bühne und Saal. Foto © Roland Halbe
11/11Andermatt Concert HallBühne und Zuschauerraum lassen sich vergrössern und verkleinern: Durch die Wegnahme der ersten Zuschauerreihen entsteht eine flexibel nutzbare Fläche für Konferenze und Bankette. Die abgehängte Deckensegel erzeugen Reflexionen zurück zu den Musikern, sie stellen auch sicher, dass alle Publikumsplätze mit frühe Reflexionen versorgt werden: die Form der Reflektoren wurde in 3D-Akustik-Software optimiert. Foto © Omer Kanipak